Helfen, wo man lebt

Händebild dreier Generationen von Ute Glaser.
Foto: Ute Glaser, www.uteglaser.de

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Auf der Strecke bleiben die sogenannten „leisen Opfer“ – Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Dies gilt ganz besonders für Hessen, wie aktuelle Ergebnisse diverser Studien zeigen: mit 12% lebt jede achte Person in Hessen unterhalb der Armutsschwelle. Damit liegt Hessen zwar auf dem drittbesten Platz hinter Baden-Württemberg und Bayern, betrachtet man aber die regionale Verteilung, so zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: oberhalb des Rhein-Main-Gebietes steigt die Armutsschwelle bis auf 15% an.

Den Weg von der unverschuldeten Not zur Armut zu unterbrechen, hat sich HeBa Hilfe e.V. zur Aufgabe gemacht. Wir sind ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. HeBa Hilfe e.V. ist regional in Hessen tätig, um bedürftigen Menschen nachhaltige Unterstützung anzubieten: die Ursachen der Not sind verschieden, ebenso verschieden wie die betroffenen Menschen sowie die Hilfsmaßnahmen, die es zu ergreifen gilt.

Eine Frau – Eine Idee

HeBa Hilfe e.V. verdankt den Namen seiner Gründerin Heidemarie Baur. 1995 wurde sie als Gesellschafterin eines ehemaligen Gießener Familienunternehmens auf die Not einiger betriebszugehöriger Familien aufmerksam und beschloss spontan zu helfen. Sieben Jahre später gründete sie mit ihrer Familie und Gleichgesinnten einen gemeinnützigen Verein, um auch Menschen außerhalb des Unternehmens unterstützen zu können.

Seit 2007 hat ihre Tochter Esther Anne Kestenbaum den Vorsitz des Vereins übernommen, dessen Mitglieder alle ehrenamtlich tätige hessische Bürger sind. Neben den Mitteln der Vereinsgründer finanziert sich die Arbeit des Vereins zu einem Großteil aus Sach- und Geldspenden heimischer Bürger und Unternehmen. HeBa Hilfe e.V. mit dem Sitz in Gießen legt den Schwerpunkt der Aktivitäten auf Mittel- und Südhessen: Landkreis Gießen, Main-Kinzig-Kreis sowie Rhein-Main-Gebiet. Diese Regionen sind für die Mitglieder viel mehr als nur Arbeitsstätten – sie sind ihr emotionaler Lebensmittelpunkt.